„When a woman makes the decision to abandon suffering, lies and submission. When a woman says from the bottom of her heart, enough, this far I have come ... not a thousand armies of ego and not all the traps of the illusion will be able to stop her in the search for her own truth ... There the doors of her own soul open and the healing process begins ... The process that will return her little by little to herself, to her true life.. And Nobody said that this path is easy, but it is the path.
That decision in itself opens a direct line with its wild nature and that is where the true miracle begins.“
Zurück zu dir.
Es gibt eine Form von Wissen, die nicht im Kopf entsteht. Sie lebt im Körper. In der Intuition. Im Atem. In dem leisen Gefühl, dass etwas nicht stimmt, noch bevor wir es erklären können.
Viele Frauen haben gelernt, dieser Stimme nicht mehr zu vertrauen. Nicht, weil sie verloren gegangen ist. Sondern weil sie über Generationen hinweg zum Verstummen gebracht wurde.
Wir leben in einer Kultur, die Frauen oft dafür belohnt, angepasst zu sein. Fürsorglich. Funktionierend. Verständig. Gleichzeitig lernen viele, ihre Wut herunterzuschlucken, ihre Bedürfnisse zu relativieren und sich selbst infrage zu stellen.
Bell Hooks beschreibt das Patriarchat nicht nur als ein System, das Frauen unterdrückt. Es trennt Menschen von ihrer Lebendigkeit. Frauen von ihrer inneren Autorität. Männer von ihrer emotionalen Welt.
Clarissa Pinkola Estés hat den Archetypus der wilden Frau geprägt: eine instinktive, fühlende, wissende Seite in jeder Frau. Eine innere Orientierung, die sich nicht an Erwartungen ausrichtet, sondern an Wahrheit. Die Trennung zwischen innerer Heilung und äußerer Struktur ist selbst eine Illusion, sagt Roig. Wer nur nach innen schaut, übersieht die Systeme, die den Schmerz erst geformt haben. Wer nur nach außen schaut, übersieht, wie tief sie sitzen.
Für Roig wie für Bell Hooks ist echte Selbstliebe kein Rückzug ins Private, sondern ein politischer Akt. Sich selbst zu heilen, in einer Welt, die genau das erschwert, ist bereits Widerstand.
In meiner Arbeit begegnen mir immer wieder Frauen, die glauben, mit ihnen stimme etwas nicht. Dabei sind viele ihrer Symptome verständliche Antworten auf ein Leben, in dem sie sich selbst zu lange verlassen mussten. Manchmal zeigt sich das als Erschöpfung. Manchmal als Angst. Manchmal als Depression oder als Wut, die nie einen sicheren Ort gefunden hat.
Ich verstehe Wut nicht als Problem, sondern als Kraft. Als Lebendigkeit, die sich einen Weg sucht. Sie erinnert dich daran, wo deine Grenzen liegen. Wo du dich angepasst hast. Wo du aufgehört hast, dir selbst zuzuhören. Aber sie ist mehr als ein Warnsignal, sie ist auch Energie, die etwas bewegen will, wenn du ihr wieder erlaubst, da zu sein. Nicht destruktiv, sondern klärend. Nicht gegen dich oder andere gerichtet, sondern für das, was dir wichtig ist.
Denn oft sind wir es nicht, die verlassen werden. Wir sind es, die sich selbst verlassen. Wir machen zu. Lassen nichts mehr an uns ran. Schneiden uns ab, vom Gefühl, von anderen, vom Leben selbst, weil es einmal sicherer schien, nicht zu spüren, als zu spüren. Was wäre, wenn der Weg zurück zu dir genau das wäre: alles zu spüren und trotzdem in dir zu bleiben, immer wieder zu dir zurückzukommen? Wir leben in einer Zeit, die uns immer weiter nach außen zieht. Doch die Sicherheit, nach der wir suchen, ist kein Ort da draußen. Sie ist ein Zuhause in dir, das darauf wartet, immer wieder gefunden und bewohnt zu werden.
Heilung bedeutet für mich deshalb nicht, ein besser funktionierender Mensch zu werden. Sondern dir wieder zu erlauben, ganz du zu sein. Mit deiner Zartheit. Deiner Kraft. Deiner Sehnsucht. Deiner Klarheit. Deiner Wildheit. Deiner Widersprüchlichkeit. Deiner Trauer. Mit allem.
In meinen Räumen geht es nicht darum, dir zu sagen, wer du sein solltest. Es geht darum, gemeinsam Bedingungen zu schaffen, unter denen du dich wieder erinnern kannst, wer du bist.
Denn ich glaube, dass die Antworten, nach denen wir suchen, bereits in uns liegen. Manchmal brauchen sie nur einen sicheren Ort, um gehört und bezeugt zu werden.
Dreaming visions into reality
Es geht nicht nur darum, zu verstehen, was war. Es geht auch darum, zu spüren, was werden will.
Viele Frauen kennen ihre Wunden. Ihre Visionen kennen sie seltener. Weil niemand je gefragt hat, was sie wirklich wollen.
Sich selbst zu betrügen beginnt leise. Mit einem Ja, das eigentlich ein Nein war. Mit einem Traum, klein geredet, damit er erträglicher wird. Mit einem Weg, gewählt, weil er sicher wirkte, nicht weil er wahr war.
Was, wenn du immer mehr deinem Herzen folgst? Wenn du aufhörst, runterzuschlucken, und stattdessen liebevoll deine Wahrheit sprichst? Wenn du dein Leben so gestaltest, wie du es wirklich willst, nicht wie es erwartet wird?
Ich begleite Frauen dabei, ihre Visionen auszusprechen und ihnen zu folgen. Nicht angstfrei und gerade deshalb so mutig.
Atmen und Loslassen. Zwei Bewegungen, die zusammengehören.
Du atmest dich zurück in deinen Körper, in das, was gerade da ist, ohne es zu bewerten. Und du lässt los, was du nicht mehr tragen musst, was dich klein gehalten hat, was nicht mehr wahr ist.
Beides passiert nicht nacheinander, sondern im selben Atemzug. Einatmen, um zu spüren. Ausatmen, um loszulassen. So kommst du, Atemzug für Atemzug, zurück zu dir.