„If you have a deep scar, that is a door, if you have an old, old story, that is a door.
If you love the sky and the water so much that you almost cannot bear it, that is a door. If you yearn for a deeper life, a full life, a sane life, that is a door.“
Meine therapeutische Haltung
Psychotherapie ist für mich ein Raum, in dem wir verstehen lernen, was dich geprägt hat, was dich schützt und was dich daran hindert, so zu leben, wie du es dir wirklich wünschst.
Mich interessiert nicht nur, warum etwas entstanden ist, sondern vor allem, was heute möglich wird. Veränderung geschieht nicht allein durch Erkenntnis. Sie entsteht dann, wenn Dein Körper, Dein Nervensystem und Deine Psyche neue Erfahrungen machen dürfen.
Ich arbeite integrativ. Das bedeutet, ich verbinde wissenschaftlich fundierte Verfahren mit einem tiefen Vertrauen in die Fähigkeit des Menschen, sich zu verändern und zu heilen.
Welche Methoden zum Einsatz kommen, entscheidet sich nicht nach einem festen Schema, sondern danach, was du in Deinem Prozess gerade brauchst. Mein Ansatz verbindet systemisches Denken mit traumasensitiver, körperorientierter und erlebnisorientierter Psychotherapie. Denn jeder Mensch ist anders und jede Veränderung braucht ihren eigenen Weg.
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Psychische Symptome sind für mich kein individuelles Defizit sondern Ausdruck von Beziehungsmustern, inneren Dynamiken und dem Kontext in dem jemand lebt. Die Frage ist nicht was mit dir nicht stimmt, sondern was dieses Muster einmal geleistet hat und was sich heute verändern darf.
Wir starten mit einer klaren Auftragsklärung: Was soll sich verändern, für wen und woran merkst du dass es anders wird?
In meiner Arbeit fließen Genogrammarbeit, IFS, narrative Ansätze und emotionsfokussierte Methoden ineinander. Familiäre Muster werden sichtbar, innere Anteile gehört, alte Geschichten neu geschrieben. Immer mit dem Ziel, mehr innere Freiheit und echte Verbindung zu ermöglichen
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Trauma ist nicht das, was uns geschieht, sondern das, was in uns zurückbleibt, wenn ein Erlebnis zu viel, zu schnell oder zu früh war, um es zu verarbeiten. Es zeigt sich selten dort, wo wir es vermuten würden, sondern oft in Anspannung, in wiederkehrenden Beziehungsmustern, in einem Körper, der sich nicht sicher fühlt, selbst wenn äußerlich alles in Ordnung ist.
In meiner Arbeit begegne ich Trauma nicht als etwas, das repariert werden muss, sondern als etwas, das gehört, verstanden und schließlich integriert werden darf. Dafür nutze ich verschiedene Methoden, die sich gegenseitig ergänzen und je nach Person und Prozess unterschiedlich viel Raum bekommen.
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EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Verarbeitung belastender Erinnerungen. Durch bilaterale Stimulation, meist über Augenbewegungen, wird die natürliche Verarbeitungsfähigkeit des Gehirns unterstützt, sodass belastende Erinnerungen ihre emotionale Intensität verlieren können, ohne dass Sie die Situation immer wieder neu durchleben müssen. EMDR eignet sich besonders für klar umrissene traumatische Erlebnisse, kann aber auch bei komplexeren, lang zurückliegenden Mustern hilfreich sein.
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Breathwork arbeitet über den Atem direkt mit dem Nervensystem, oft schneller und unmittelbarer als über Sprache allein. Bewusst verlangsamte oder vertiefte Atmung stimuliert den Vagusnerv, den zentralen Nerv des parasympathischen Nervensystems, senkt Herzfrequenz und Cortisolspiegel und signalisiert dem Körper auf einer sehr basalen Ebene Sicherheit, ganz ohne dass du kognitiv daran arbeiten musst. Aktivierendere Atemformen verändern zusätzlich kurzfristig den Sauerstoff und Kohlendioxidgehalt im Blut, was veränderte Bewusstseinszustände begünstigen und den Zugang zu Gefühlen und Körperempfindungen erleichtern kann, die sich rein kognitiv nur schwer erreichen lassen. Gerade bei Trauma, das im Körper gespeichert ist, kann Breathwork so einen Weg eröffnen, dieses Material behutsam zu berühren und zu lösen, immer in einem sicheren, begleiteten Rahmen.
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IFS geht davon aus, dass unsere Psyche aus verschiedenen inneren Anteilen besteht, von denen jeder eine eigene Funktion, eine eigene Geschichte und eine eigene Art zu schützen hat. Verletzte, oft sehr junge Anteile werden häufig von anderen Anteilen beschützt, zum Beispiel durch Kontrolle, Rückzug oder Leistung. In der Arbeit mit IFS lernst du, diese Anteile mit Neugier statt mit Urteil kennenzulernen, sie zu verstehen und ihnen von deinem erwachsenen Selbst aus die Fürsorge zu geben, die sie ursprünglich gebraucht hätten.
Alle drei Methoden verbindet ein gemeinsames Verständnis: Heilung geschieht nicht durch das Verdrängen oder Wegdrücken schwieriger Erfahrungen, sondern durch die behutsame, sichere Begegnung mit ihnen.
THerapiemethoden
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Menschen kommen mit unterschiedlichen Themen. Manche mit einer Diagnose, manche mit einem diffusen Gefühl, dass etwas nicht stimmt.
Ich begleite unter anderem Menschen mit folgenden Anliegen:
Psychische Gesundheit
Depressionen, Angststörungen, Burnout, ADHS, Traumafolgestörungen, Suchterkrankungen und AbhängigkeitBeziehungen und Bindung
Narzisstische Dynamiken, Bindungsmuster, Trennungen, Einsamkeit, Konflikte und BeziehungsfragenKörper und Gesundheit
Chronische Erkrankungen, chronische Schmerzen, psychosomatische Beschwerden und StressfolgeerkrankungenIdentität und persönliche Entwicklung
Scham, Selbstwert, Lebensübergänge, Sinnkrisen, innere Anteile und die Frage, wie ein authentisches Leben gelingen kannDiagnosen können Orientierung geben. Sie definieren jedoch nicht, wer du bist.
“ wir wachsen nicht in unserer Gesamtheit, nicht chronologisch. Manchmal wachsen wir in eine Richtung und nicht in eine andere, wir wachsen ungleichmäßig, wir wachsen teilweise. Wir sind bedingt abhängig. In einem Bereich sind wir herangereift, in einem anderen kindlich geblieben. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen miteinander und ziehen uns rückwärts, vorwärts oder halten uns in der Gegenwart. Wir sind aus Schichten, Zellen, Konstellationen gemacht.”
von Anaïs Nins
FAQ
WAS IST SYSTEMISCHE THERAPIE?
Systemische Therapie geht davon aus, dass psychisches Erleben nicht isoliert entsteht, sondern im Zusammenhang mit unseren Beziehungen, Erfahrungen und im kulturellen Kontext zu verstehen ist. Sie fragt nicht, was mit einem Menschen "nicht stimmt", sondern vor allem, in welchem Kontext ein bestimmtes Verhalten oder Empfinden Sinn ergibt.
Anstatt ausschließlich auf Symptome oder Diagnosen zu schauen, richtet sie den Blick auf Muster, Erwartungen und innere Bilder, die oft unbewusst das eigene Leben beeinflussen. Systemische Therapie lädt dazu ein, diese Zusammenhänge zu erkennen, zu hinterfragen und neue Sichtweisen zu entwickeln.
Im Mittelpunkt steht nicht das Defizit, sondern die Beziehung zum Problem und die Möglichkeit, sich davon zu lösen. Es geht darum, eigene Antworten zu finden, neue Handlungsspielräume zu entdecken und sich selbst in einem größeren Zusammenhang besser zu verstehen.
Wann BEratung und wann therapie?
Beratung eignet sich wenn du konkrete Fragen hast, Orientierung suchst oder Wissen brauchst. Zum Beispiel beim Verstehen einer Diagnose, der Orientierung im Gesundheitssystem, bei beruflichen Entscheidungen oder wenn du herausfinden möchtest welche Art von Unterstützung überhaupt zu dir passt. Beratung ist fokussiert, zeitlich begrenzt und themenorientiert.
Therapie geht tiefer. Sie ist der richtige Raum wenn du Muster verstehen willst, die sich wiederholen. Wenn es um biographische Themen geht, um Beziehungsdynamiken, um das was sich trotz allem Verstehen nicht verändert. Therapie braucht Zeit und Bereitschaft sich wirklich einzulassen.
Kann ich mich auf eine Sitzung vorbereiten?
Du musst gar nichts vorbereiten. Du darfst einfach kommen wie du bist, mit dem was gerade da ist. Manchmal ist das ein konkretes Thema, manchmal ein diffuses Gefühl, manchmal einfach Müdigkeit oder Unruhe. All das hat seinen Platz. Wenn du magst kannst du vorher kurz innehalten und spüren: Was bewegt mich gerade? Was will gehört werden?
Für Beratungsgespräche kann es hilfreich sein, dein Anliegen vorab etwas zu konkretisieren. Was ist deine zentrale Frage? Was möchtest du verstehen, klären oder entscheiden? Das hilft uns, die gemeinsame Zeit fokussiert zu nutzen. Aber auch hier gilt: du musst nicht alles schon wissen. Manchmal entsteht Klarheit erst im Gespräch.
Wie sieht eine systemische Paarsitzung aus?
Eine Paarsitzung ist kein Tribunal. Es geht nicht darum wer Recht hat oder wer schuld ist. Es geht darum zu verstehen was zwischen euch passiert, welche Muster sich wiederholen, was jeder von euch braucht und was vielleicht schon lange ungesagt geblieben ist. Beide Perspektiven haben hier gleichviel Raum. Unterschiedliche Wahrnehmungen sind kein Problem sondern der Ausgangspunkt. Denn die Wahrheit liegt oft genau dazwischen.
Ich arbeite auftragsorientiert, das heißt wir klären gemeinsam zu Beginn was ihr euch von dem Prozess wünscht und wohin die Reise gehen soll. Gleichzeitig arbeite ich systemisch und emotionsfokussiert, mit dem Blick auf das was zwischen euch passiert und dem was jeder von euch innerlich erlebt. Elemente aus dem Embodiment fließen ein, denn oft sagt der Körper was Worte noch nicht fassen können. Was spürst du wenn du das hörst? Was passiert in dir gerade jetzt?
Paarsitzungen beginnen und enden immer gemeinsam. Was im Raum besprochen wird bleibt im Raum. Einzelgespräche mit einem Partner finden nicht statt, damit der gemeinsame Prozess transparent und sicher bleibt. Das Ziel ist nicht die Beziehung um jeden Preis zu erhalten. Sondern gemeinsam ehrlicher zu werden, alte Dynamiken zu erkennen und zu spüren was wirklich möglich ist und was ihr euch wünscht.
Gibt es Nebenwirkungen bei Systemischer Therapie?
Wie bei jeder Form der Psychotherapie kann es auch in der Systemischen Therapie zunächst zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Symptome oder zu emotionaler Verunsicherung kommen. Das liegt daran, dass innere Themen an die Oberfläche treten, die bisher vielleicht verdrängt oder vermieden wurden. Solche Prozesse können unangenehm sein, gehören jedoch häufig zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung und persönlichen Entwicklung. Wichtig ist, dass Du mit diesen Gefühlen nicht allein bist. Der therapeutische Rahmen bietet einen sicheren Ort, um auch schwierige Phasen zu begleiten und zu integrieren.
Wie läuft eine breathwork session online ab?
Du brauchst einen ruhigen Ort, eine Matte oder ein Bett, eine bequeme Position zum Liegen, Sitzen oder Stehen, ganz wie es sich für dich stimmig anfühlt und eine stabile Internetverbindung.
Wir starten mit einer kurzen Orientierungsphase, in der wir ankommen und ich dir erkläre, was dich erwartet. Danach beginnt die aktive Atemphase. Durch ein bewusst beschleunigtes, tiefes Atemmuster wird das sympathische Nervensystem aktiviert, der Teil deines Nervensystems, der auch bei Stress oder Erregung anspringt. Dabei verändert sich kurzfristig der Sauerstoff und Kohlendioxidgehalt in deinem Blut, was oft zu intensiven Körperempfindungen, Kribbeln, Wärme, oder auch zu starken Gefühlen führen kann. Genau in dieser aktivierten Phase wird häufig Material zugänglich, das im Alltag verschlossen bleibt.
Ich begleite dich durch diesen Teil und halte den Raum, während du atmest. Nach der aktiven Phase folgt eine bewusste Umkehr, die Atmung wird ruhiger und tiefer, das parasympathische Nervensystem übernimmt wieder die Führung, Herzfrequenz und Anspannung sinken, dein Körper kommt in einen Zustand tiefer Entspannung. Diese Phase ist oft der Moment, in dem sich Erkenntnisse setzen und der Körper das Erlebte integrieren kann.
Zum Abschluss nehmen wir uns Zeit zur Integration, damit du das Erlebte einordnen und bewusst mitnehmen kannst.
Eine Session dauert je nach Tiefe zwischen 50 und 90 Minuten.